Stationen der Schwimmausbildung

Um ein guter Rettungsschwimmer zu werden, darf eine gute Ausbildung nicht fehlen. Diese fängt schon bei den Nichtschwimmern an. Wir sind sehr bemüht, den Kindern den Spaß am Schwimmen zu vermitteln. Auf maximal drei Kindern kommt ein Übungsleiter. Wenn die Kinder dann das
Seepferdchen erreicht haben, folgen die Abzeichen des Deutschen Schwimmabzeichens in der Reihenfolge, Bronze, Silber und Gold. Um ein kleiner Rettungsschwimmer zu werden steht danach der Juniorretter an. Nun beginnen die weiteren Rettungsschwimmprüfungen DLRG Bronze (ab 12 Jahre), DLRG Silber (ab 15 Jahre). Diese beiden Abzeichen sind “Pflichtprüfungen“ und Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Wasserrettungsdienst. Als letzte Rettungsschwimmprüfung gibt es das DLRG Gold (ab 16 Jahre). Außerdem gehören zu der DLRG Ausbildung noch das Deutsche Schnorcheltauchabzeichen (ab 12 Jahre). Und wer dann immer noch nicht genug vom Wasser bekommt, kann den Gerätetauchschein absolvieren. Unser Training findet im Winter, jeden Mittwoch in der Zeit von 20.00 – 22.00 Uhr und samstags von 16.00 – 18.00 Uhr statt.

Frühschwimmer (Seepferdchen)

  • Sprung vom Beckenrand und 25 m Schwimmen
  • Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser

 

 

 

Jugendschwimmabzeichen

Jugendschwimmabzeichen Bronze

  • Sprung vom Beckenrand und mindestens 200 m Schwimmen in höchstens
  • 15 Minuten
  • einmal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen eines Gegenstandes
  • Sprung aus 1 m Höhe oder Startsprung
  • Kenntnis der Baderegeln

Jugendschwimmabzeichen Silber

  • Startsprung und mindestens 400 m Schwimmen in höchstens 25 Minuten,
    davon 300 m in Bauch- und 100 m in Rückenlage
  • zweimal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche
    mit Heraufholen je eines Gegenstandes
  • 10 m Streckentauchen
  • Sprung aus 3 m Höhe
  • Kenntnis der Baderegeln und der Selbstrettung

Jugendschwimmabzeichen Gold (ab 9 Jahre)

  • 600 m Schwimmen in höchstens 24 Minuten
  • 50 m Brustschwimmen in höchstens 1:10 Minuten
  • 25 m Kraulschwimmen
  • 50 m Rückenschwimmen mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
    oder 50 m Rückenkraulschwimmen
  • 15 m Streckentauchen
  • Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen von drei Tauchringen aus einer Wassertiefe von etwa 2 Metern innerhalb von 3 Minuten in höchstens 3 Tauchversuchen
  • Sprung aus 3 m Höhe
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen
  • Kenntnis der Baderegeln
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und einfache Fremdrettung)

Rettungsschwimmausbildung

Junior-Retter (ab 10 Jahre)

100 m Schwimmen ohne Unterbrechung, davon:

  • 25 m Kraulschwimmen
  • 25 m Rückenkraulschwimmen
  • 25 m Brustschwimmen
  • 25 m Rückenschwimmen mit Grätschschwung

25 m Schleppen eines Partners mit Achselgriff  

Kombinierte Übung in leichter Kleidung zur Selbstrettung, die ohne Pause in angegebener Reihenfolge zu erfüllen ist:

  • Fußwärts ins Wasser springen, danach Schwebelage einnehmen
  • 4 Minuten Schweben an der Wasseroberfläche in Rückenlage mit Paddelbewegungen
  • 6 Minuten langsames Schwimmen, jedoch mindestens viermal die Körperlage wechseln (Bauch-, Rücken-, Seitlage); die Kleidungsstücke im tiefen Wasser ausziehen

Kombinierte Übung zur Fremdrettung, die ohne Pause in angegebener Reihenfolge zu erfüllen ist:

  • 15 m zu einem Partner in Bauchlage anschwimmen, nach halber Strecke auf ca. 2 m Tiefe abtauchen und zwei kleine Tauchringe heraufholen; diese anschließend fallen lassen und das Anschwimmen fortsetzen
  • Rückweg: 15 m Schleppen eines Partners mit Achselgriff
  • Sichern des Geretteten durch Festhalten am Ufer/ Beckenrand

 

Kenntnisse über:

  • Maßnahmen der Selbstrettung
  • Grundverhalten für die Fremdrettung
  • elementare "Erste-Hilfe"

 

 

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) Bronze

- Mindestalter 12 Jahre

Praktische Prüfung:

  • 200 m Schwimmen in höchstens 10 Minuten, davon 100 m in Bauchlage
    und 100 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 100 m Kleiderschwimmen in höchstens 4 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • 3 verschiedene Sprünge aus etwa 1 m Höhe (z.B. Kopfsprung, Paketsprung, Startsprung)
  • 15 m Streckentauchen
  • zweimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, einmal kopfwärts und einmal fußwärts, innerhalb von 3 Minuten mit zweimaligem Heraufholen eines 5-kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 2 und 3 m)
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen
  • Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen sowie zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten
  • 50 m Schleppen mit Kopf- oder Achselschleppgriff und dem Standard-Fesselschleppgriff
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
  1. 20 m Anschwimmen in Bauchlage, hierbei etwa auf halber Strecke Abtauchen in 2-3 m Tiefe und Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen und das Anschwimmen fortsetzen,
  2. 20 m Schleppen eines Partners
  • Demonstration des Anlandbringens
  • Vorführung von Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)

 

Theoretische Prüfung:

  • Atmung und Blutkreislauf
  • Gefahren am und im Wasser
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
  • Vermeidung von Umklammerungen
  • Hilfe bei Verletzungen und Ertrinkungsunfällen, Hitze- und Kälteschäden
  • Aufgaben der DLRG

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) Silber
- Mindestalter 15 Jahre

Praktische Prüfung:

  • 400 m Schwimmen in höchstens 15 min, davon 50 m Kraulschwimmen,
    150 m Brustschwimmen und 200 m Schwimmen in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 12 min, anschließend im Wasser entkleiden
  • Sprung aus 3 m Höhe
  • 25 m Streckentauchen
  • dreimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, zweimal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb von 3 Minuten, mit dreimaligem Heraufholen eines 5 kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 3 und 5 m)
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen in höchstens 1:30 Minuten
  • Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen sowie zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten 
  • 50 m Schleppen in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung, je eine Hälfte der Strecke mit Kopf- oder Achsel- und einem Fesselschleppgriff (Standard-Fesselschleppgriff oder Seemannsgriff)
  • Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
  1. 20 m Anschwimmen in Bauchlage
  2. Abtauchen auf 3-5 m Tiefe, Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen
  3. Lösen aus der Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
  4. 25 m Schleppen
  5. Anlandbringen des Geretteten
  6. 3 Minuten Vorführen der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)

 

Theoretische Prüfung:

  • Atmung und Blutkreislauf
  • Gefahren am und im Wasser
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
  • Vermeidung von Umklammerungen
  • Erste Hilfe
  • Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen
  • Rettungsgeräte
  • Aufgaben und Tätigkeiten der DLRG

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) Gold

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 16 Jahren
  • Rettungsschwimmabzeichen Silber muss vorliegen
  • ärztliche Tauglichkeitsbescheinigung gemäß DLRG-Formblatt (Best.-Nr. 15401353)

 

Praktische Prüfung:

  • 300 m Flossenschwimmen in höchstens 6 Minuten, davon 250 m Bauch- oder Seitenlage und 50 m Schleppen , Partner in Kleidung (Kopf- und Achselgriff)
  • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 9 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • 100 m Schwimmen in höchstens 1:40 Minuten
  • 30 m Streckentauchen, dabei von 10 kleinen Ringen oder Tellern, die auf einer Strecke von 20 m in einer höchstens 2 m breiten Gasse verteilt sind, mindestens 8 Stück aufsammeln
  • dreimal Tieftauchen in Kleidung in höchstens 3 Minuten; das erste Mal mit einem Kopfsprung, anschließend je einmal kopf- und fußwärts von der Wasseroberfläche mit gleichzeitigem Heraufholen von jeweils zwei 5-kg-Tauchringen oder gleichartigen Gegenständen, die etwa 3 m voneinander entfernt liegen (Wassertiefe zwischen 3 und 5 m)
  • 50 m Transportschwimmen, beide Partner in Kleidung: Schieben oder Ziehen in höchstens 1:30 Minuten
  • Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen sowie zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten
  • Kombinierte Übung (beide Partner in Kleidung), die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
  1. 25 m Schwimmen in höchstens 30 Sekunden
  2. Abtauchen auf 3-5 m Tiefe und Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen
  3. Lösen aus der Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
  4. 25 m Schleppen in höchstens 60 Sekunden mit einem Fesselschleppgriff
  5. Anlandbringen des Geretteten
  6. 3 Minuten Vorführen der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)
  • Handhabung folgender Rettungsgeräte:
  1. Retten mit Rettungsball mit Leine: Zielwerfen in einen Sektor mit 3-m-Öffnung in 12 m Entfernung: 6 Würfe innerhalb von 5 Minuten, davon vier Treffer
  2. Retten mit Rettungsgurt Leine (als Schwimmer und Leinenführer)
  • Handhabung gebräuchlicher Hilfsmittel zur Wiederbelebung

 

Theoretische Prüfung:

  • Wiederbelebungsmethoden
  • Vermeidung von Umklammerungen
  • Erste Hilfe
  • Die DLRG: Organisation, Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung des Wasserrettungsdienstes